{"id":704,"date":"2013-06-22T02:43:24","date_gmt":"2013-06-22T00:43:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=704"},"modified":"2013-07-24T07:45:47","modified_gmt":"2013-07-24T05:45:47","slug":"san-pedro-de-atacama-arequipa-17-05-2013-20-05-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=704","title":{"rendered":"San Pedro de Atacama &#8211; Arequipa (17.05.2013 &#8211; 20.05.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>San Pedro de Atacama &#8211; Calama (15km \/ Autostopp) &#8211; Arica (Bus) &#8211; Tacna (66km) &#8211; Arequipa (89km \/ Bus)<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich von San Pedro \u00fcber den Salar de Uyuni nach Bolivien fahren. W\u00e4hrend meinem Aufenthalt hier hatte ich aber immer wieder Probleme mit Symptomen der Soroche oder H\u00f6henkrankheit. Dass sowas auftreten kann, wusste ich. Allerdings war ich doch ziemlich \u00fcberrascht, dass auf &#8220;nur&#8221; ca. 2&#8217;500m auch nach knapp zwei Wochen Akklimatisierung keine Besserung eintrat. Ich entschloss mich deshalb, das Altiplano Hochebene sein zu lassen und weiter der K\u00fcstenstrasse zu folgen.<\/p>\n<p>Am Freitag machte ich mich also wieder auf den Weg zur\u00fcck nach Calama &#8211; und startete auf der Umfahrung des kleinen Kaffs gleich mal mit ca. 10km Umweg. F\u00fcr mich war gleich klar, dass ich die gleiche Strecke nicht zwingend doppelt radeln muss &#8211; vor allem die lange steile Abfahrt motivierte mich nicht unbedingt, sie von der Gegenrichtung aus nochmals auszuprobieren. Der einsetzende Nieselregen (kannte ich bisher in der W\u00fcste nur vom H\u00f6rensagen) bekr\u00e4ftigte mich in dieser Entscheidung. Nach kurzer Wartezeit konnte ich mein Velo dann auf einen Pickup aufladen. Unterwegs \u00fcberholten wir einen anderen Reiseradler, der sich den Pass hochk\u00e4mpfte. Je n\u00e4her wir der H\u00f6he kamen, umso mieser wurde das Wetter. Schliesslich fuhren wir durch dichtes Schneegest\u00f6ber &#8211; mitten in der W\u00fcste aber halt doch auf ca. 3&#8217;400m. In Calama fuhr mich der nette Chauffeur bei starkem Regen extra ins Stadtzentrum, um mich vor einem der beiden Busterminals abzuladen.<\/p>\n<p>Als erstes fragte ich gleich mal nach einem Bus nach Arica &#8211; auch das hatte ich bei der Routenfestlegung bereits so geplant. Der Freitagsbus war bereits voll, f\u00fcr Samstagnacht hatte es aber noch Pl\u00e4tze. Das Velo kostete nichts extra, was mich \u00fcberraschte und abschrauben m\u00fcsse ich auch nichts, was mich freute. Danach suchte ich die Touri-Info, liess mir eine Unterkunft empfehlen und fand schliesslich ein einfaches Hotel, in welchem ich eincheckte. Am Nachmittag und am folgenden Tag spazierte ich ein bisschen durch die Stadt, aktuellisierte meine Homepage und las.<\/p>\n<p>Am Samstagabend kam ich dann kurz vor der Abfahrt um 22.05 am Busbahnhof an. W\u00e4hrend ein Helfer bereits meine Taschen verpackte, kam der Chauffeur etwas sp\u00e4ter und meinte, ich m\u00fcsse doch mein Fahrrad auseinanderschrauben. &#8220;Welche Teile m\u00fcssen weg?&#8221; &#8220;Du musst es auseinanderschrauben.&#8221; Trottel! &#8220;Welche Teile!?&#8221; Und dann kam was im Stil von: &#8220;Ja halt einfach&#8230;&#8221; Er plauderte dann mit dem Helfer, w\u00e4hrend ich ein bisschen Nachhilfe in schweizerdeutschen Fl\u00fcchen gab. Ausser einem Teil von &#8220;alles Vollidiota&#8221; d\u00fcrften sie aber wohl nicht viel verstanden haben \ud83d\ude09 Ich \u00fcberlegte mir schon, ob ich mein Zeugs und den Ticketpreis wieder zur\u00fcckverlangen sollte, als der Depp pl\u00f6tzlich die n\u00e4chste T\u00fcre des Gep\u00e4ckraums \u00f6ffnete, durch die das Velo problemlos passte. Nun hatte ich immerhin alles dabei, der Chauffeur war bei mir aber definitiv unten durch. Im Bus bezahlte ich dann noch den Preis f\u00fcr den Fahrradtransport &#8211; daf\u00fcr hatte ich aber Verst\u00e4ndnis. Beim n\u00e4chsten Mal weise ich einfach darauf hin, dass sie nur eine halbe Stunde warten m\u00fcssten &#8211; mal sehen, wie die Reaktion darauf ist \ud83d\ude09<\/p>\n<p>In Arica kamen wir im Morgengrauen an. Ich packte und machte mich gleich mal auf an den Strand, um meine vorl\u00e4ufig letzte Mahlzeit in Chile zu geniessen. Weiter ging&#8217;s bei sch\u00f6nstem Wetter und gleichm\u00e4ssiger leichter Steigung zur peruanischen Grenze. Vor dem Pazifik-Krieg (naja, Pazifik und Krieg widerspricht sich ja eigentlich grunds\u00e4tzlich) zwischen Peru und Bolivien auf der einen sowie Chile auf der anderen Seite verlief diese viel weiter s\u00fcdlich und auch Bolivien verlor bei diesem Krieg seinen Zugang zum Meer. F\u00fcr mich klappte die Grenz\u00fcberfahrt aber problemlos und am fr\u00fchen Nachmittag kam ich bereits in Tacna an. Eigentlich wollte ich noch ein paar Stunden weiterradeln. Nach dem Mittagessen und dem Einkauf (und ein bisschen in der Stadt verfahren) war der Nachmittag aber bereits weit fortgeschritten. So checkte ich beim Anblick der Steigung gleich beim Ortsausgang in einem g\u00fcnstigen Hotel gleich nebenan ein.<\/p>\n<p>Ich wollte fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen los. Allerdings war ich m\u00fcde und vor dem Fenster sah ich eine kaltfeuchte Nebelsuppe. Schliesslich kam ich dann doch los und musste mich als erstes gleich wieder umziehen. Der Anblick t\u00e4uschte und das Wetter war angenehm zum radeln. Die n\u00e4chste Ortschaft war ca. 160km entfernt, und so konnte ich nicht damit rechnen, diese zu erreichen. Da ich mich &#8211; wie in den letzten Tagen h\u00e4ufiger &#8211; nicht so richtig wohl f\u00fchlte, ein ordentlicher Wind wehte und die Temperaturen nachts ziemlich frisch wurden, wollte ich nicht unbedingt wild zelten. Nach langem Hin und Her radelte ich schliesslich bereits im Dunkeln zu einem kleinen Posten, der bereits 45km vorher angeschrieben war. Dort wollte ich versuchen, bis zum n\u00e4chsten Ort zu kommen oder wenigstens im Windschutz der Tankstelle zelten. Der erste, den ich ansprach, wartete auf einen Bus nach Arequipa. Dem schloss ich mich an und um ca. 23.00 erreichten wir schliesslich die Grossstadt mit ca. 1&#8217;000&#8217;000 Einwohner. Die Angaben variieren von ca. 844&#8217;000 (Wikipedia) bis ca. 1&#8217;200&#8217;000 (Taxifahrer) &#8211; aber jedenfalls gross. Ich liess mich zum n\u00e4chsten (f\u00fcr hiesige Verh\u00e4ltnisse \u00fcberteuerten) Hotel leiten und checkte ein. Hier wollte ich urspr\u00fcnglich mal ein Weilchen bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>San Pedro de Atacama &#8211; Calama (15km \/ Autostopp) &#8211; Arica (Bus) &#8211; Tacna (66km) &#8211; Arequipa (89km \/ Bus) Eigentlich wollte ich von San Pedro \u00fcber den Salar de Uyuni nach Bolivien fahren. 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