{"id":647,"date":"2013-05-18T02:40:11","date_gmt":"2013-05-18T00:40:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=647"},"modified":"2013-07-24T07:50:47","modified_gmt":"2013-07-24T05:50:47","slug":"san-pedro-de-atacama-08-05-2013-16-05-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=647","title":{"rendered":"San Pedro de Atacama (08.05.2013 &#8211; 16.05.2013)"},"content":{"rendered":"<p>Greg und ich wollten am ersten Tag einen Ausflug mit den Velos zur Laguna Cejar machen. Leider brach bei seinem Rad vor der Abfahrt eine Speiche und da er mit einem 28er-Fahrrad unterwegs ist, n\u00fctzten meine Ersatzspeichen nat\u00fcrlich auch nichts. Soviel also zum Thema &#8220;zuviel unn\u00f6tigen Krempel mitschleppen&#8221; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ich verbrachte einige Tage damit, Berichte zu schreiben, zu lesen usw. Einen Ausflug machte ich zur Festung Pukar\u00e1 de Quitor und zum Aussichtsberg nebenan. Am Sonntag wollte ich schliesslich ein Auto mieten. Nat\u00fcrlich tauchte die doofe Nuss am Morgen nicht wie vereinbart auf. Als Alternativprogramm wollte ich zur Therme Puritama. Hier wurde die Fahrt abgesagt, da ausser mir angeblich alle anderen kurzfristig storniert h\u00e4tten. Ziemlich sauer machte ich mich schliesslich daran, meine Siebensachen wieder zusammenzupacken, um am Montag weiterzureisen.<\/p>\n<p>Am Montagmorgen entschloss ich mich, doch noch etwas zu bleiben und einige der Ausflugsziele in der Umgebung zu besuchen. Ich radelte also zur Aldea de Tulor, buchte bei der R\u00fcckkehr ein Auto f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag und f\u00fcr den Nachmittag nochmals die Fahrt zur Therme. Danach musste ich mich ziemlich beeilen, um die Abfahrt nicht zu verpassen.<\/p>\n<p>Mit dem gemieteten Pickup fuhr ich nach Tilomonte, Peine und ins Valle de Jere bei Toconao. Danach machte ich einen kurzen Abstecher zur Laguna Chaxa. Schliesslich wollte ich zu den Ruinas de Zapar. Ich folgte dem Wegweiser und blieb sch\u00f6n auf der breiten Piste. Ich h\u00e4tte wohl besser den wenigen Spuren neben der Fahrbahn folgen sollen &#8211; dann h\u00e4tte ich die bl\u00f6de Karre vielleicht nicht im pl\u00f6tzlich tiefen Sand &#8220;versenkt&#8221; \ud83d\ude09 Nun stellte ich also fest, dass ich keinen Allradantrieb hatte. Auch irgendwelche Hilfsmittel zum unterlegen oder rausziehen fehlten nat\u00fcrlich. Da fragte ich mich dann schon, weshalb die \u00fcberhaupt solche \u00fcberdimensionierten Pickups vermieten, wenn man damit doch nur auf der asphaltierten Strasse sicher unterwegs ist. Ca. 1 1\/2 Stunden versuchte ich, mit Steinen und den Fussmatten wieder freizukommen. Das Handy funktionierte nat\u00fcrlich auch nicht und schliesslich wanderte ich die ca. 4 km querfeld- bzw. querw\u00fcstein zur Hauptstrasse. Dort angekommen sah ich zwei andere Fahrzeuge aus der Richtung meines Autos kommen &#8211; eines vor und eines hinter mir. Beide entfernten sich selbstverst\u00e4ndlich von mir weg. Schliesslich hielt ein weiterer Pickup an, der Fahrer rief seinen Vater zur Unterst\u00fctzung (vor allem f\u00fcr ein Abschleppseil) und schliesslich schafften wir es zu f\u00fcnft, mein Auto wieder frei zu bekommen. Die f\u00fcr den Abend geplante Fahrt entweder zur Laguna Cejar oder ins Valle de la Luna konnte ich jetzt nat\u00fcrlich vergessen &#8211; um 19.45 war es schon l\u00e4ngst dunkel.<\/p>\n<p>Am Mittwoch schloss ich mich schliesslich Luana aus St. Gallen und Oli aus Z\u00fcrich an und buchte eine Tour zur Laguna Cejar. Anschliessend wollte ich noch einen Tag f\u00fcr meinen Reisebericht, E-Mails, Anrufe usw., den ich aber nur mit telefonieren und lesen verbrachte.<\/p>\n<p><strong>Puakar\u00e1 de Quitor<\/strong>\u00a0ist eine Festungsanlage der Atacame\u00f1os. Von vorne steigt der H\u00fcgel ca. 30\u00b0 an &#8211; die anderen drei Seiten sind mehr oder weniger senkrecht. Entsprechend konnten sich die Atacame\u00f1os lange halten und auch die Spanier holten sich bei den ersten Eroberungsversuchen nur blutige Nasen ab. Schliesslich schafften sie es, die Festung mit einer ind\u00edgenen Vorhut zu st\u00fcrmen. Ich h\u00e4tte hier jedenfalls nicht anst\u00fcrmen wollen &#8211; und h\u00e4tte stattdessen wohl einfach neben dem Fluss gewartet, bis den anderen das Wasser ausgeht \ud83d\ude09 Gleich nebenan wanderte ich auf einen H\u00fcgel, von dem ich eine tolle Aussicht geniessen konnte.<\/p>\n<p>Die<strong> Aldea de Tulor<\/strong> ist eine ca. 2&#8217;800 Jahre alte Siedlung der Atacame\u00f1os. Die Ausgrabung liegt als erstes Projekt in Chile in der Verantwortung einer ind\u00edgenen Vereinigung und hat auch schon einen Preis daf\u00fcr erhalten. Ich w\u00fcrde aber erst mal einen Windschutz um die Anlage stellen. So schnell wie der Wind den Sand in die L\u00f6cher bl\u00e4st, kann man sie kaum freibuddeln.<\/p>\n<p>Von den<strong> Termas de Puritama<\/strong> war ich angenehm \u00fcberrascht. Sie liegen auf ca. 3&#8217;500 m.\u00fc.M. in einer tiefen Schlucht. Der Badebereich ist zu einem Grossteil naturbelassen. Etwas unangenehm war nur, dass sich der Schatten in der Schlucht bereits fr\u00fch ausbreitet und das verlassen des ca. 33\u00b0 warmen Wassers im Wind ziemlich frisch ist.<\/p>\n<p>In <strong>Tilomonte<\/strong> fand ich zwar eine sch\u00f6ne Oase aber nur einige H\u00fctten, die nicht wirklich arch\u00e4ologisch aussahen.<\/p>\n<p>Neben dem D\u00f6rfchen <strong>Peine<\/strong> geht ein kurzer weg zu einem Felsunterstand, an dessen W\u00e4nden H\u00f6hlenmalereien bestaunt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Durch das <strong>Valle de Jere<\/strong> soll schon vor Jahrtausenden eine Karawanenroute gef\u00fchrt haben. So sollen die H\u00f6hlen dort vor ca. 9&#8217;000 Jahren bereits als Lebensmittelspeicher benutzt worden sein.<\/p>\n<p>Die Laguna Chaxa beherbergt Flamingos und andere V\u00f6gel, die sich von im Salzwasser lebenden Kleinstlebewesen ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Das Wasser in der<strong> Laguna Cejar<\/strong> weist eine Salzkonzentration von beinahe 30% auf. Man kann sich zwar hineinlegen, schwimmen ist aber sehr schwierig, da man die Beine kaum unter die Wasseroberfl\u00e4che bringt. Nachdem wir uns eine Salzkruste antrocknen liessen, ging&#8217;s weiter zu den <strong>Ojos del Salar<\/strong>. Dort sprangen wir in ein kreisrundes Loch, dessen Wasser mit salzarmem Wasser gef\u00fcllt war. Schliesslich fuhren wir zur<strong> Laguna Tebinquiche<\/strong>, um den Tag mit einem Ap\u00e9ro bei Sonnenuntergang abzuschliessen. Diese Lagune ist nur einige Zentimeter tief. Entsprechend spiegeln sich die vielen Vulkane in der Wasseroberfl\u00e4che. Leider ist das eine der Haupttouren, sodass sehr viele Leute im seichten Wasser rumwanderten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greg und ich wollten am ersten Tag einen Ausflug mit den Velos zur Laguna Cejar machen. 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