{"id":576,"date":"2013-04-17T18:49:47","date_gmt":"2013-04-17T16:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=576"},"modified":"2013-04-17T19:11:33","modified_gmt":"2013-04-17T17:11:33","slug":"la-suizandina-santiago-de-chile-28-03-2013-07-04-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=576","title":{"rendered":"La Suizandina &#8211; Santiago de Chile (28.03.2013 &#8211; 07.04.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>La Suizandina &#8211; Victoria (84 km) &#8211; Los \u00c1ngeles (113 km) &#8211; Canta Rana (109 km) &#8211; Linares (137 km) &#8211; Chimbarongo (149 km) &#8211; Graneros (84 km) &#8211; Colina (140 km) &#8211; Los Andes (32 km) &#8211; Los Andes via Guardia Vieja (80 km) &#8211; Santiago de Chile (17 km)<\/strong><\/p>\n<p>Nun sollte es also wieder weitergehen. Ich packte meinen Krempel aufs Fahrrad.\u00a0Ca. sechs Wochen waren Yolanda und Markus meine Begleiter und wir hatten in dieser Zeit einiges zusammen erlebt. Entsprechend schwer fiel der Abschied und ich hatte etwas M\u00fche, mich wieder an das alleine radeln zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Zu Beginn f\u00fchrte die Strasse durch die Berglandschaft zum ca. 600 m tiefer gelegenen Victoria. Um\u00a0das St\u00e4dtchen\u00a0zu erreichen waren aber ca. 1&#8217;300 m Abfahrt n\u00f6tig und die Zwischenanstiege hatten es ganz sch\u00f6n in sich.<\/p>\n<p>Danach ging&#8217;s bis Los Andes auf der Autobahn weiter. Diese Strecke war nun nicht wirklich ein Highlight und ich w\u00e4hlte sie nur, um die Hauptstadt schnellstm\u00f6glich hinter mir zu lassen. Zwischendurch konnte ich wieder die nach der Ernte\u00a0abgebrannten Felder sehen. Dazu kamen Rebg\u00fcter und ganz selten standen Brettersiedlungen auf dem schmalen Streifen zwischen Autobahn und Bahngleisen. Interessant war aber, dass die Berge von links (K\u00fcstenkordillere) und rechts (K\u00f6nigskordillere) immer n\u00e4her r\u00fcckten, w\u00e4hrend ich vorne ebenfalls auf einen Bergkamm zufuhr.<\/p>\n<p>Los \u00c1ngeles wollte ich eigentlich umfahren. Da ich auf der Umfahrung aber keine Einkaufsm\u00f6glichkeit fand, entschied ich mich, doch noch ins Zentrum zu fahren, einzukaufen und einen Zeltplatz zu suchen. Auf dem Weg zum Supermarkt rief mir jemand aus einem Auto was zu. Da sie auch in dieselbe Richtung abbogen, hielt ich an, um mich mit ihnen zu unterhalten. Vorne sassen Paola und ihr Sohn Luca, die auf dem Weg zur Mutter (bzw. Grossmutter) waren, hinten das befreundete Paar Benjam\u00edn und Bessy. Sie fragten mich, wonach ich suchte und luden mich spontan zum Karfreitagsznacht und zum \u00fcbernachten ein. Es war ein lustiger Haufen. Nat\u00fcrlich konnte ich am n\u00e4chsten Tag nicht vor dem Mittagessen gehen und da das jeweils sp\u00e4t beginnt, blieb ich gerne eine zweite Nacht. Den Abend verbrachten wir wieder mit Plaudereien und einem Papierfaltwettbewerb \ud83d\ude09 Benjam\u00edn und Paola verabschiedeten sich mit tr\u00e4nenden Augen. Wirklich eine unerwartete und sehr herzliche Bekannt- und Freundschaft \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nun wollte ich einen Tag sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich angenommen die Vi\u00f1a Chill\u00e1n erreichen, die mir in der Suizandina empfohlen wurde. Ich wollte dort ein Zimmer nehmen oder neben an zelten &#8211; und falls das nicht m\u00f6glich w\u00e4re, w\u00fcssten sie bestimmt was. Unterwegs schaute ich mir die Saltos del Laja an. Die Wasserf\u00e4lle wirken bestimmt noch etwas sch\u00f6ner, wenn man nicht grad am Ostersonntag um 14.00 vorbeigeht. Am Abend erreichte ich schliesslich die Vi\u00f1a. Dummerweise war\u00a0sie aber\u00a0\u00fcber das Osterwochenende geschlossen und so gab&#8217;s halt auch keine \u00dcbernachtungstipps. Am Morgen war ich erst sp\u00e4t weggekommen und es begann schon zu dunkeln, als ich mich auf die ca. 30 km in die n\u00e4chste Stadt machte. In einem Minimarket plauderte ich ein paar Minuten mit dem Besitzer Mario, der mir empfahl, nicht mehr weiterzufahren, da nach den Feiertag oft Betrunkene auf den Strassen umherkurven w\u00fcrden. Er bot mir an, meinen Schlafsack in der H\u00fctte nebenan auszubreiten. Wieder einmal hatte sich eine v\u00f6llig \u00fcberraschende L\u00f6sung ergeben.<\/p>\n<p>Die weiteren Etappen f\u00fchrten entlang der Autobahn und abends suchte ich mir jeweils ein Zimmer &#8211; Campingpl\u00e4tze fand ich jetzt keine mehr und an wildzelten war schon gar nicht zu denken.<\/p>\n<p>Am Ostermontag fuhr ich an einem langen Stau vorbei, bis ich schliesslich die Demonstration der Bauern erreichte. Zu Fuss oder mit dem Velo konnte man aber Problemlos zwischen den\u00a0abgestellten\u00a0Traktoren durch passieren.<\/p>\n<p>In Colina (immerhin ca. 50&#8217;000 Einwohner) wusste kein Taxifahrer ein Hostal, Hoster\u00eda oder Hotel. Als ich es\u00a0bereits per Autostopp nach Los Andes versuchen wollte, fragte ich zuf\u00e4lligerweise bei einem Kumpel eines Hostalbesitzers. Er rief an und Rodrigo erwartete mich bereits an der Strassenecke. Er empfahl mir aber, nachts nicht mehr zum essen auszugehen &#8211; das erste Mal auf meiner Reise! Generell hatte ich das Gef\u00fchl, die Bev\u00f6lkerung in der N\u00e4he der Hauptstadt sei misstrauischer, irgendwie &#8220;finsterer&#8221; &#8211; kein Vergleich mehr mit der Herzlichkeit in S\u00fcdpatagonien, im Seenland oder auch noch im nicht so fernen Los \u00c1ngeles. Zum Gl\u00fcck fand ich aber doch in allen Ortschaften angenehme Gespr\u00e4chspartner: interessierte Wirte, die nette \u00e4ltere Coiffeuse oder auch in der Touri-Info in Los Andes.<\/p>\n<p>Die von eben dieser Touri-Info empfohlene Unterkunft war bisher mein gr\u00f6sster Fehlgriff und ich beschloss ziemlich schnell, doch keinen Ruhetag in Los Andes einzulegen. So machte ich mich am 06.04.2013 wieder auf den Weg. Heute wollte ich den ersten Teil des Paso Bermejo (oder Paso Libertadores) zur\u00fccklegen und das Skihotel in Portillo erreichen. Nach ca. 40 km kam ich bei der Guardia Vieja aber nicht mehr weiter. Aufgrund einer Baustelle ist der Pass momentan nur in einer Richtung befahrbar: von Argentinien nach Chile von 08.00 &#8211; 19.00, in die Gegenrichtung von 20.00 &#8211; 07.00. Der Polizist liess sich nicht \u00fcberzeugen, dass es bei einem Velo nicht wirklich darauf ankommt, ob die von oben oder die von unten daran vorbeifahren m\u00fcssen. Ich versuchte es nachts dann per Autostopp, war aber \u00fcberraschenderweise nicht erfolgreich. So musste ich mich entscheiden, nachts ca. drei Stunden den Pass hinauf zu fahren und zu hoffen, dass das Hotel ge\u00f6ffnet war und auch Platz hatte oder ca. zwei Stunden zur\u00fcck nach Los Andes.<\/p>\n<p>Ich entschied mich f\u00fcr die R\u00fcckfahrt, welche ich am n\u00e4chsten Nachmittag gleich bis Santiago de Chile fortsetzte. Diesmal war es wieder kein Problem, auf einem Pickup eine Mitfahrgelegenheit durch den Tunnel zu finden &#8211; der Fahrer war sogar auf dem R\u00fcckweg ins Zentrum, wo er mich am fr\u00fchen Abend ablud. Nach einigem Suchen fand ich schliesslich f\u00fcr die erste Nacht ein Zimmer in einem Hostal. Nachts buchte ich f\u00fcr die kommenden Tage ein Apartment im Zentrum. Ich wollte nun der Hauptstadt Chiles eine Chance geben und auch \u00fcberlegen, auf welcher Route ich weiterfahren soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Suizandina &#8211; Victoria (84 km) &#8211; Los \u00c1ngeles (113 km) &#8211; Canta Rana (109 km) &#8211; Linares (137 km) &#8211; Chimbarongo (149 km) &#8211; Graneros (84 km) &#8211; Colina (140 km) &#8211; Los Andes (32 km) &#8211; Los Andes &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=576\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-576","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte","p1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=576"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":585,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/576\/revisions\/585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}