{"id":511,"date":"2013-03-22T02:49:16","date_gmt":"2013-03-22T01:49:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=511"},"modified":"2013-03-30T16:12:54","modified_gmt":"2013-03-30T15:12:54","slug":"san-martin-de-los-andes-la-suizandina-10-03-2013-16-03-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=511","title":{"rendered":"San Mart\u00edn de los Andes &#8211; La Suizandina (10.03.2013 &#8211; 16.03.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>San Mart\u00edn de los Andes\u00a0&#8211; Ruta 60 (85 km) &#8211; Palgu\u00edn Bajo (77 km) &#8211; Villarrica (49 km) &#8211; Ruta 181 (123 km) &#8211; Manzanar (65 km) &#8211; La Suizandina (21 km)<\/strong><\/p>\n<div>Nach dem Ruhe- bzw. Regentag in San Mart\u00edn zogen wir wieder weiter. Urspr\u00fcnglich war unser Plan, \u00fcber Alumine weiterzufahren und von dort \u00fcber einen der niedrigeren P\u00e4sse zur Suizandina bei Malalcahuello zu gelangen. Beim Abzweiger kurz nach Jun\u00edn de los Andes ging eine asphaltierte Strasse Richtung Chile, eine m\u00e4ssige Schotterpiste nach Alumine. Wir entschieden uns f\u00fcr den Asphalt. Zwar wussten wir, dass auch hier ein Schotterabschnitt folgen w\u00fcrde, allerdings ein wesentlich k\u00fcrzerer. Wir fuhren also weiter durch die sch\u00f6ne Landschaft und hatten meist den einen oder anderern Vulkankegel im Blickfeld: Lan\u00edn, Villarrica usw. Abends stellten wir unsere Zelte am Strassenrand auf und am n\u00e4chsten Mittag kamen wir an die Grenze. Aufgrund der Plan\u00e4nderung erreichten wir die Grenze viel fr\u00fcher als geplant und da einige Sachen nicht nach Chile eingef\u00fchrt werden d\u00fcrfen (z.B. Fr\u00fcchte, Gem\u00fcse, Fleisch, K\u00e4se usw.) &#8220;mussten&#8221; wir nach dem Ausreiseprozedere ein \u00fcppiges Mittagessen verdr\u00fccken. Die Einreise verlief wie bisher immer problemlos und wir konnten uns auf die Abfahrt machen. Bereits im argentinischen Nationalpark gelangten wir in einen Araukarienwald und im chilenischen Park ging&#8217;s so weiter. Allerdings merkten wir auch, wie sich die Vegetation mit dem \u00dcberqueren der Berge wieder ver\u00e4nderte. Zwar war auch die argentinische Seite nicht mehr so einseitig und karg mit B\u00fcschen und Gras bewachsen wie in S\u00fcdpatagonien, in Chile wurde sie aber nochmals wesentlich \u00fcppiger. Wir rumpelten also durch eine sch\u00f6ne Berg- und Waldlandschaft und erreichten am Abend Palgu\u00edn Bajo, wo wir auf einem kleinen Campingplatz die einzigen G\u00e4ste waren.<\/div>\n<div>Nun ging&#8217;s weiter ins von vielen so schw\u00e4rmerisch empfohlene Puc\u00f3n. Yolanda freute sich sehr auf das im Reisef\u00fchrer aufgef\u00fchrte vegetarische Restaurant &#8211; Markus und ich wurden aber auch satt \ud83d\ude09 Uns gefiel das St\u00e4dtchen aber nicht besonders und nach Kaffee und Kuchen machten wir uns wieder auf den Weg &#8211; wer will schon an einem Ort bleiben, in welchem der Vulkanausbruchfluchtweg ausgeschildert ist? Der Verkehr nahm nun merklich zu. Wir kamen nach ca. 25 km dank mehr oder weniger vorhandenen Seitenstreifen aber trotzdem sicher in Villarrica beim gleichnamigen Vulkan an. Dieser ist etwas aktiver als die meisten umliegenden Vulkane und auch verantwortlich f\u00fcr den Schilderwald in Puc\u00f3n. In Villarrica konnten wir uns nicht so richtig entscheiden, ob wir gleich weiterziehen oder doch mit dem Bus zu einer der umliegenden Thermen fahren sollten. Schliesslich war es zu sp\u00e4t um weiterzufahren &#8211; und wie sich kurz darauf herausstellen sollte auch zu sp\u00e4t fuer den Thermenausflug. Ich setzte mich in ein Caf\u00e9, um etwas zu lesen und suchte sp\u00e4ter einen Kiosk mit Internet, um an meinen Reiseberichten zu schreiben. Markus spielte in der Zwischenzeit Coiffeurle mit Yolanda. Am Abend musste ich meinen Lenker festschrauben, wobei die entsprechende Schraube hinter der Halterung f\u00fcr die Fronttasche versteckt war. \u00a0Danach war das Kabel, mit dem die Halterung befestigt war, nicht mehr verwendbar. Nach langem Hin und Her zwischen Super- und Baumarkt und Zeltplatz nahm ich eines meiner Ersatzbremskabel &#8211; und siehe da, es funktionierte \ud83d\ude42<\/div>\n<div>Nun war es nicht mehr weit zur Suizandina. Yolanda und Markus schw\u00e4rmten schon lange davon, dort Raclette essen zu koennen. Sie hatten sich bereits per E-Mail angek\u00fcndigt und wollten um Kosten zu sparen (bzw. um l\u00e4nger bleiben zu k\u00f6nnen) ein bisschen mitarbeiten. F\u00fcr uns gab es zwei M\u00f6glichkeiten: 1. Auf der Hauptroute mit entsprechend Verkehr, daf\u00fcr aber gutem Belag und einfachem Profil. 2. \u00dcber drei Schotterst\u00fccke, von denen zwei \u00fcber Anh\u00f6hen f\u00fchrten, daf\u00fcr aber weniger Verkehr und mehr Idylle. Wir entschieden uns f\u00fcr Variante zwei. Nach ein paar Kilometern bemerkten wir, dass wir die erste Abzweigung verpasst hatten. Sp\u00e4ter w\u00e4re noch eine M\u00f6glichkeit gekommen, wieder auf die geplante Strecke zur\u00fcckzukehren. Allerdings hatten wir heisses Sonnenwetter und einen ordentlichen R\u00fcckenwind und so entschieden wir uns wieder mal um. Wir flogen beinahe Richtung Ruta 5 &#8211; oder wie sie auch heisst: Via Panam. Nun folgten wir also der Panamericana (und somit der Autobahn) f\u00fcr einige Kilometer. Der Verkehr hielt sich zum Gl\u00fcck noch im Rahmen und auf dem Pannenstreifen kamen wir weiterhin sehr gut voran. Einzig zwei gr\u00f6ssere Landwirtschaftsgef\u00e4hrte bremsten uns etwas aus &#8211; daf\u00fcr boten sie auf dem Pannenstreifen einen ordentlichen Windschutz. In Lautaro konnten wir die Autobahn wieder verlassen und einkaufen. Nun brauchten wir nur noch einen Platz f\u00fcr die Nacht. Pl\u00f6tzlich waren aber von den vorhin noch so h\u00e4ufigen Hoster\u00eda-, Caba\u00f1a- und Campingschildern nichts mehr zu sehen. Nach einiger Zeit begannen wir, bei Privath\u00e4usern nachzufragen, ob wir unsere Zelte im Garten aufstellen k\u00f6nnten. Wir hatten die Hoffnung schon beinahe aufgegeben und wollten beim n\u00e4chsten Versuch wenigstens unsere Wasservorr\u00e4te auff\u00fcllen, um wild campen zu k\u00f6nnen. Der Besitzer kam zum verschlossenen Tor streckte uns die Hand entgegen und stellte sich als Manuel vor. Das gute Gef\u00fchl stimmte und wir durften auf der Wiese zelten und auch die Toilette benutzen. Wieder mal hatte es doch noch geklappt.<\/div>\n<div>Nun war es nicht mehr weit. Wir entschieden, erst mal bis nach Manzanar zu fahren, dort zu \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Tag nach einem Thermenbesuch die verbleibenden 12 km zu fahren. Im Tourismusb\u00fcro in Curacaut\u00edn erhielten wir eine Liste mit Unterk\u00fcnften und Campings entlang der Strecke. Jener Zeltplatz 500 m nach der Therme stand leider zum Verkauf und war entsprechend bereits geschlossen. Wir fanden aber eine preiswerte Caba\u00f1a. Die Therme war ein bisschen entt\u00e4uschend: Ein einzelner Pool mit so heissem Wasser, dass wir das Becken nach ein paar Minuten wieder verlassen mussten. Daf\u00fcr war es sonnig und warm und wir verbrachten den gr\u00f6ssten Teil mit lesen und r\u00e4tseln. Beim Mittagessen bereiteten wir uns schliesslich auf den letzten Abschnitt vor &#8211; nur noch ein paar Kilometer. W\u00e4hrend wir am Vortag den Wasserfall Salto del Indio besichtigen konnten, besuchten wir heute den Salto de la Princessa. Dieser f\u00fchrte eine etwas geringere Wassermenge, gl\u00e4nzte daf\u00fcr aber mit einem ruhigen und mystischen Ambiente. Der Zusatzkilometer auf der steilen und schlechten Schotterpiste hatte sich definitiv gelohnt!<\/div>\n<div>Vor der Suizandina war ich dann etwas mehr \u00fcberrascht als meine Reisegef\u00e4hrten. Vor dem Eingang hingen Wandertafeln aus der Schweiz: &#8220;Rheintal H\u00f6henweg&#8221;, &#8220;Hoher Kasten&#8221; usw. Der Gr\u00fcnder hat die Suizandina mittlerweile verkauft und ist nach Altst\u00e4tten zur\u00fcckgekehrt. Zuf\u00e4lligerweise war er aber in den vergangenen Wochen in seinem Wald nebenan besch\u00e4ftigt und plauderte sp\u00e4ter beim Abendessen mit uns. Yolanda und Markus wollten zelten, ich g\u00f6nnte mir ein Zimmer in der Caba\u00f1a. Da wir nur wenige Kilometer gefahren waren, d\u00fcste ich noch die vier Kilometer ins D\u00f6rfchen Malalcahuello in den Minimarkt. Zum Abschluss der Llao Llao &#8211; Suizandina-Etappe liessen wir den Tag bei Kn\u00f6pfli und R\u00f6sti ausklingen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong><br \/>\n<\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>San Mart\u00edn de los Andes\u00a0&#8211; Ruta 60 (85 km) &#8211; Palgu\u00edn Bajo (77 km) &#8211; Villarrica (49 km) &#8211; Ruta 181 (123 km) &#8211; Manzanar (65 km) &#8211; La Suizandina (21 km) Nach dem Ruhe- bzw. 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