{"id":462,"date":"2013-03-10T12:53:52","date_gmt":"2013-03-10T11:53:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=462"},"modified":"2013-03-18T01:34:58","modified_gmt":"2013-03-18T00:34:58","slug":"puerto-natales-llao-llao-19-02-2013-03-03-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=462","title":{"rendered":"Puerto Natales &#8211; Llao Llao (19.02.2013 &#8211; 03.03.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Puerto Natales &#8211; Puerto Montt (7 km \/ Navimag-F\u00e4hre) &#8211; Puerto Varas (27 km) &#8211; Petrohue (62 km) &#8211; Llao Llao (11 km \/ 3 F\u00e4hren \/ Bus)<\/strong><\/p>\n<p>Durch den Sturm &#8211; ausnahmsweise sprachen sogar die Einheimischen von starkem Wind &#8211; musste die F\u00e4hre vor dem Hafen warten und konnte deshalb erst mit sieben Stunden Versp\u00e4tung einlaufen. Wir konnten uns also gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr den Nachtisch und einen Drink in einer Bar lassen, mussten wir doch erst nachts um 01.00 wieder beim Treffpunkt sein. Danach ging&#8217;s z\u00fcgig auf&#8217;s Schiff und um ca. 03.30 war ich im Bett. Im Massenschlag hatte ich einen ziemlich guten Platz erwischt. Er lag am Ende der letzten Kabine, sodass praktisch keine Lauferei vorne durch ging. Zudem hatte ich ein weniger einengendes Gef\u00fchl als bei den Viererkabinen, bei denen einfach noch eine T\u00fcr angebracht war.<\/p>\n<p>Die Fahrt f\u00fchrte durch eine wundersch\u00f6ne Landschaft mit vielen Kan\u00e4len und Fjorden.\u00a0 Am ersten Tag besuchten wir sogar einen Gletscher. Von Zeit zu Zeit zeigten sich Delfine und einige Passagiere konnten auch Orcas beobachten. Die ganzen drei Tage hatten wir Wettergl\u00fcck und die Sonne schien oft. Zwischendurch wurden verschiedene Infoveranstaltungen (S\u00e4ugetiere, V\u00f6gel, Entstehung Patagoniens usw.) gezeigt. Die Animationsveranstaltungen wie Karaoke, Bingo und Videos liess ich aber bleiben und ging lieber ein bisschen auf dem Deck spazieren oder lesen. Spanisch war hier eher eine untergeordnete Sprache, es schien viel mehr englischsprechende Passagiere zu haben und auch Deutsche und vor allem Schweizer waren sehr gut vertreten. Ich traf auf dem Schiff die beiden Franzosen Gilles und Jacques wieder, die in Puerto Natales im gleichen Hostel \u00fcbernachtet hatten. Zudem war ich ja bereits mit Irene, Yolanda und Markus am Vorabend essen und wir hatten uns gemeinsam auf&#8217;s Schiff begeben. So gab es auch noch ein kleines Jass-Duell \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Durch die gesch\u00fctzte Streckenf\u00fchrung war das Wasser ziemlich ruhig und auf dem kurzen Teil \u00fcber offenes Meer beruhigte ich meinen Magen vorsichtshalber mit Tabletten gegen Seekrankheit. Leider machte sich dann aber eine Erk\u00e4ltung bemerkbar und ich ging doch zeitig schlafen. Auch am dritten Tag versuchte ich mich mit einer ausgedehnten Siesta zu erholen. Die letzte Nacht verbrachte ich mehrheitlich wach und war deshalb auch der erste, der aufstand &#8211; mit Ausnahme der Arbeiter, die um 05.00 bereits mit dem Ablad begonnen und z.B. die mitgereisten K\u00fche ausgecheckt hatten. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging&#8217;s wieder an Land und wir warteten auf unser Gep\u00e4ck. Bei mir fehlten zwei Taschen und der grosse Rucksack. Irgendwann fragte ich dann mal nach, ob sie daran gedacht h\u00e4tten, den Aufbewahrungsraum zu leeren &#8211; und etwas sp\u00e4ter war auch mein Krempel wieder komplett.<\/p>\n<p>Yolanda und Markus aus Aarau haben in etwa die gleichen Vorstellungen \u00fcber die weitere Reiseroute und deshalb entschieden wir uns, bis auf weiteres gemeinsam weiterzufahren. Sp\u00e4ter fliegen sie von Santiago de Chile nach Boston, w\u00e4hrend ich dann vermutlich Richtung Iguaz\u00fa-Wasserf\u00e4lle weiterradle. In Puerto Montt angekommen machten wir uns nach einem kleinen Imbiss auf die Suche nach eine Zeltplatz und fanden ihn ein paar Kilometer ausserhalb des Zentrums, was bei dieser Grossstadt aber angenehm war. Abends hatten wir uns mit Irene beim Fischmarkt verabredet und sp\u00e4ter beim Essen stiess auch Peter noch zu uns. Er arbeitete einige Zeit in einer Schweizerschule in Brasilien und ist jetzt mit dem Auto auf S\u00fcdamerikareise. Irene schlug vor, noch gemeinsam einen zweit\u00e4gigen Ausflug auf die Insel Chilo\u00e9 zu machen. F\u00fcr mich kam das nicht in Frage, ich h\u00e4tte mich dann lieber zwei Tage auskuriert. Yolanda und Markus waren sich aber noch unschl\u00fcssig und vertagten die Entscheidung.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Vormittag trafen wir um ca. 10.30 beim vereinbarten Restaurant ein, wo wir mit Irene erst mal was warmes tranken und sp\u00e4ter auch fr\u00fchst\u00fcckten. Der Tag war regnerisch und mit viel Plauderei verging die Zeit rasch. Also bestellten wir irgendwann auch noch unser Mittagessen. Sp\u00e4ter stiess auch Peter wieder zu unserer Runde. Ihm war am Vorabend w\u00e4hrend dem Essen das Auto aufgebrochen worden. Dabei wurden die Kamera mit allen Fotos und das I-Pad mit dem gesprochenen &#8220;Tagebuch&#8221; gestohlen. Wirklich \u00e4rgerlich, hatte er uns doch noch gefragt, wie wir Sicherungen machen w\u00fcrden. Leider ist er nicht mehr rechtzeitig dazugekommen. Schliesslich entschlossen wir uns doch noch zur Weiterfahrt nach Puerto Varas und Peter bot uns an, das Gep\u00e4ck im Auto mitzunehmen. Der Regen war zum Gl\u00fcck vor\u00fcber und wir folgten ihm in die Tiefgarage, um umzuladen. Als wir die Tiefgarage wieder verliessen, mussten wir als erstes unser Regenzeug montieren &#8211; und danach sch\u00fcttete es, was nur runterging. Die h\u00fcgelige Strecke war zum Gl\u00fcck nur kurz und um 18.30 trafen wir Peter beim vereinbarten Restaurant. Wir folgten ihm zum Hostel und checkten selber auch gleich dort ein. Danach gingen wir gemeinsam essen und alle waren froh, in dieser Nacht ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben.<\/p>\n<p>Nun sollte die Radlerei wieder losgehen und wir machten uns nach dem Einkauf kurz vor Mittag auf den Weg. Die Wolken liessen Regen erwarten, tats\u00e4chlich nieselte es aber nur leicht und die Sonne kam mehr und mehr hervor. Seit unserer Abfahrt in Puerto Natales hatte sich die Vegetation stark ver\u00e4ndert. Wir waren zwar immer noch in Patagonien (einfach ca. 2&#8217;000 km n\u00f6rdlicher), das karge Buschland war aber \u00fcppigem Wald gewichen und es war richtig sch\u00f6n, das Gr\u00fcn auch zu riechen. Beim Zmittag trafen wir nochmals auf Gilles und Jacques, sp\u00e4ter noch auf einige andere Bekanntschaften vom Schiff. Am Nachmittag besuchten wir einen Wasserfall und etwas sp\u00e4ter erreichten wir Petrohue. Beim F\u00e4hrschalter wurden wir auf den n\u00e4chsten Morgen vertr\u00f6stet und so machten wir uns auf zum Campingplatz. Dieser ist sehr sch\u00f6n am See gelegen und unser Bereich hatte sogar einen eigenen Tisch mit B\u00e4nken. Dass der Weg zur Toilette wie die meisten Zeltpl\u00e4tze die ganze Nacht beleuchtet waren, im WC selbst aber keine Lampe vorhanden war, dr\u00fcckte mir ein Fragezeichen auf die Stirn, war aber eigentlich ja egal&#8230;<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel war Bariloche &#8211; oder wie es komplett heisst: San Carlos de Bariloche. Wir hatten uns eine Route durch zwei Nationalparks auf chilenischer und argentinischer Seite ausgesucht und mussten dazu mit drei F\u00e4hren fahren. Zwischen der ersten und zweiten F\u00e4hre war ein ca. 30 km langes St\u00fcck Schotterstrasse, das auch noch \u00fcber einen Pass f\u00fchrte. Nach z\u00e4hen Verhandlungen stimmten wir der L\u00f6sung des Angestellten zu. Unser Gep\u00e4ck sollten wir mit in den Bus nehmen, die Velos w\u00fcrden sie an der Grenze (oben auf dem Pass, 4 km vor dem n\u00e4chsten See) deponieren, von da m\u00fcssten wir wieder selber fahren. Das war zwar saum\u00e4ssig unlogisch, aber was soll&#8217;s&#8230; Wir vereinbarten allerdings mit dem Busfahrer, dass er zumindest das Gep\u00e4ck doch noch bis zur n\u00e4chsten F\u00e4hre transportiert und machten uns mit unbepackten R\u00e4dern auf die Abfahrt. Am See mussten wir erst die Zollangelegenheiten erledigen, danach wurden wir von M\u00fccken beinahe aufgefressen. Unglaublich, dass sich diese Dinger nicht an die Packungsanweisung halten k\u00f6nnen. Schliesslich hatte ich den Insektenschutz doch extra auf spanisch gekauft. Am n\u00e4chsten Morgen z\u00e4hlte ich 15 Stiche &#8211; das waren allerdings nur jene, die durch die Radlerhosen gingen! Von der letzten F\u00e4hre konnten wir erst um ca. 20.00 runter und die 25 km nach Bariloche schienen uns im h\u00fcgeligen Gebiet zu weit. Auch zum n\u00e4chsten Campingplatz waren es noch 10 km. Wir folgten einem B+B-Schild, allerdings war dieses Haus schon voll belegt. Etwas weiter lag direkt an der Strasse die Hosteria Katy und diesmal hatten wir Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Bereits bei der Ankunft waren mir die Fahrr\u00e4der und die Seitentasche in der Garage aufgefallen. Dirk war Ende der 90er-Jahre als Rucksackreisender durch S\u00fcd- und Mittelamerika gereist und hat auf dieser Reise Adriana (Adi) kennengelernt. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und haben drei Kinder. Die Hosteria haben sie vor kurzem von Adis Eltern \u00fcbernommen. Neben Dirk sprechen auch Adi, ihre Mutter Katy und die Kinder deutsch &#8211; letztere aber nur, wenn sie etwas wollen \ud83d\ude09 Dazu kann man sich nat\u00fcrlich auf spanisch aber auch auf englisch und portugiesisch (Adi) oder slowenisch (Katy) unterhalten.<\/p>\n<p>Dirk empfahl uns, nicht nach Bariloche weiterzufahren sondern in Llao Llao (spanisch Jao Jao, argentinisch: Schao Schao) zu bleiben. In Bariloche g\u00e4be es einfach viele L\u00e4den, Hotels, Restaurants und sonstige touristische Infrastruktur, die Leute k\u00e4men aber wegen der Umgebung und die sei bei ihnen \ud83d\ude09 Er bot uns auch an, im riesigen Garten zu zelten, was Yolanda und Markus dann auch machten. Ich schlug mich immer noch mit meiner hartn\u00e4ckigen Erk\u00e4ltung rum und bevorzugte deshalb eine etwas w\u00e4rmere Behausung. Am ersten Abend hatten wir uns in Bariloche nochmals mit Irene zum Essen verabredet. Sie kam auf dem gleichen Weg wie wir, hatte aber eine Rundreise gebucht. Die Zeit verging wieder einmal wie im Flug und wir machten uns ziemlich sp\u00e4t auf den Weg zum Bus zur\u00fcck nach Llao Llao. Irene gab mir noch einige Antibiotikatabletten mit, da ich offensichtlich kurz vor einer Kieferentz\u00fcndung stand. Ich war nat\u00fcrlich dankbar, wollte aber doch noch die kommende Nacht abwarten. Am n\u00e4chsten Morgen ging es mir bereits besser und ich konnte die Tabletten zu meinen \u00fcbrigen Medikamenten versorgen. Die restlichen Tage in Llao verbrachten wir mit einem Ausflug auf den Cerro Llao Llao, einer 25 km-Rundfahrt mit dem Velo inkl. Fondueessen auf dem Circuito chico, einer Sesselliftfahrt auf den Cerro Campanario sowie viel lesen und ausruhen. Dabei konnten ich meine Erk\u00e4ltung und Yolanda ihre Sehnenscheidenentz\u00fcndung auskurieren.<\/p>\n<p>Wir f\u00fchlten uns hier richtig wohl und der Abschied fiel uns ziemlich schwer. Aber das geh\u00f6rt halt bei der Reiserei auch dazu&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Puerto Natales &#8211; Puerto Montt (7 km \/ Navimag-F\u00e4hre) &#8211; Puerto Varas (27 km) &#8211; Petrohue (62 km) &#8211; Llao Llao (11 km \/ 3 F\u00e4hren \/ Bus) Durch den Sturm &#8211; ausnahmsweise sprachen sogar die Einheimischen von starkem Wind &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=462\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-462","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte","p1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=462"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":505,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462\/revisions\/505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}