{"id":1400,"date":"2014-08-04T00:57:31","date_gmt":"2014-08-03T22:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1400"},"modified":"2014-08-04T00:57:31","modified_gmt":"2014-08-03T22:57:31","slug":"alaquas-figueres-18-07-2014-29-07-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1400","title":{"rendered":"Alaqu\u00e0s &#8211; Figueres (18.07.2014 &#8211; 29.07.2014)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alaqu\u00e0s &#8211; La Llosa (55 km) &#8211; Torreblanca (75 km) &#8211; L&#8217;Ametlla de Mar (107 km) &#8211; Vilanova i la Geltr\u00fa (107 km) &#8211; Barcelona (66 km) &#8211; Blanes (68 km) &#8211; Figueres (92 km)<\/strong><\/p>\n<p>Der Grund, beinahe ins Zentrum von Valencia zu fahren, war die Suche nach einem Laden von Decathlon, einer Sport- und Outdoorkette. Endlich konnte ich einen neuen Sattel kaufen und nach der gestrigen Nachtfahrt auch noch die verlorene Sonnenbrille ersetzen. F\u00fcr den lotterigen Spiegel hatten sie aber nichts im Angebot. Dann machte ich mich auf die Suche nach einem Weg nach Norden, ohne dabei auf die Autobahn zu geraten. Das war gar nicht so einfach. Ich kam zwar immer wieder mal an Radwegen vorbei, die mir aber nichts n\u00fctzten, da niemand auf die Idee gekommen war, zu markieren, wohin sie f\u00fchren. So\u00a0landete ich in einem Mc Donald&#8217;s. Die amerikanischen Ketten bieten generell WIFI an. Ich schrieb dann auch gleich eine E-Mail an Burger King und motzte \u00fcber die falsche Richtungsangabe von letzter Nacht und schrieb auch, dass ich auf der Suche nach einer Internetverbindung eben an einem anderen ihrer Restaurants vorbeigefahren sei, aber keine Lust gehabt h\u00e4tte dort einzukehren. Beantwortet haben sie die E-Mail nicht &#8211; vielleicht f\u00fchlten sie sich durch den Hinweis provoziert, das WIFI bei Mc Donald&#8217;s funktioniere aber auch toll \ud83d\ude09 Mit Google Maps und einigen Nachfragen schaffte ich es dann aber doch noch aus dem Stadtgebiet raus und landete auf der N340. In den n\u00e4chsten Tagen sollte es leichter werden: einfach der N340 folgen und solange das Meer rechts ist, stimmt die Richtung.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage ging&#8217;s also dem Meer entlang, zwischendurch \u00fcber eine Steigung hinter den ersten H\u00f6henzug und dann wieder zur\u00fcck. Die k\u00fcrzeren Wege waren dann \u00fcblicherweise so lausig ausgeschildert, dass ich im Nachhinein auf der N340 trotz Umwegen doch schneller gewesen w\u00e4re. Kurz nach Castell\u00f3n feierte ich Kilometer 12&#8217;000 mit einem sp\u00e4ten Mittagessen: ein Baguette mit Streichk\u00e4se und nat\u00fcrlich Serrano-Schinken. Nur einen Tag sp\u00e4ter zeigte dann auch die Uhr mit 700 Stunden Fahrzeit mal wieder eine runde Zahl an. Kurz vor Vilanova i la Geltr\u00fa traf ich auf eine Gruppe junger Deutscher aus M\u00fcnchen, die unterwegs noch einen Italiener adoptiert hatten. Letzterer war\u00a0unterwegs nach Valencia, die Deutschen mussten es in acht Tagen nach Portugal schaffen, wenn sie ihr eigentliches Ziel, ein Festival, nicht verpassen wollten. Das Treffen mit Pablo, einem anderen Warmshowers-Mitglied, musste ich mir dann wieder mal verdienen. In Tarragona brauchte ich mal wieder einen Online-Stadtplan, da zwar immer wieder verschiedenfarbene &#8220;alle Richtungen&#8221;-Schilder in der Gegend rumstanden, diese aber alle auf den selben Autobahnzubringen ausgerichtet waren. Ich erreichte Vilanova i la Geltr\u00fa nur kurz nach Pablos Feierabend und wir verabredeten uns bei der Touri-Info am Strand. Die war zum Gl\u00fcck ausgeschildert &#8211; bis ich auf der Strasse blieb, wo ich die Unterf\u00fchrung h\u00e4tte benutzen sollen! Nach einer Extrarunde war ich wieder an der gleichen Stelle, fuhr diesmal unten durch und traf dann am Treffpunkt ein. Zusammen fuhren wir ein St\u00fcck zur\u00fcck und ich landete zum dritten Mal bei dieser Verzweigung. Pablos Wohnung lag gleich nebenan \ud83d\ude09<\/p>\n<p>In Vilanova f\u00fchlte ich mich zum ersten Mal seit Rivas Vaciamadrid, meiner ersten Station in Spanien, mal wieder richtig wohl. Neben Pablo waren auch noch Ana, seine WG-Mitbewohnerin aus Venezuela und Daniel, ein Freund aus Madrid da. Pablo und Ana mussten zwar arbeiten. Daf\u00fcr machte ich mich mit Daniel auf den Weg (bzw. auf die Suche desselben!) zu einem buddhistischen Kloster. Nachdem wir so ziemlich alle Bergwege in der n\u00e4heren Umgebung abgefahren hatten, wurden wir dann doch noch f\u00fcndig. Sogar ein Schild mit den \u00d6ffnungszeiten fanden wir: Samstag, Sonntag und Feiertage &#8211; das n\u00fctzte uns an einem gew\u00f6hnlichen Dienstag nat\u00fcrlich viel. Immerhin konnten wir den Aussenbereich mit irgendwelchem Blechtrommelzeugs anschauen und Daniel verbrannte ein paar R\u00e4ucherst\u00e4bchen. Denzel, ein Riesending von einem Hund, holte sich bei Dani ein par Streicheleinheiten ab und begleitete uns dann auf dem Weg ums Kloster, bis er eine Katze sah, der er dann hinterher musste. Danach hatten wir uns eine Siesta redlich verdient, bevor wir an den Strand gingen und ich zum Abendessen eine selbstgemachte Pizza buk. Den zweiten Tag verbrachte ich damit, einige Bewerbungen zu verschicken. Sp\u00e4ter gingen Pablo, Dani und ich an den Strand, wo wir mit zwei weiteren von Pablos Freunden auf den Sonnenuntergang warteten. Da heute Anas freier Tag war, kochte sie irgendwas venezolanisches, das einem Fladenbrot aus Maismehl \u00e4hnelte und mit Butter, Frischk\u00e4se usw. lecker schmeckte. Danach machte ich die Torte, die wir am Vorabend ausgelassen hatten, um die 12&#8217;000 km zu feiern. Leider liess sich die H\u00e4lfte des Rahms nicht steif schlagen und so gab&#8217;s halt nur eine halbe Torte, die aber auch reichte.<\/p>\n<p>Nun begann Pablos langes Wochenende und gemeinsam mit Dani machte er sich auf den Weg an ein Festival in der N\u00e4he von Valencia. Ich startete in die Gegenrichtung. Die Einfahrt nach Barcelona war dann mal wieder so eine entnervende Angelegenheit. Man verlassen den Kreisel Richtung Barcelona, biege bei der Autobahnauffahrt auf die Parallelstrasse ab, folge weiterhin den (weissen) Barcelona-Wegweisern und erreiche nach 1-2km wieder den Ausgangskreisel! F\u00fcr die 50 km brauchte ich letztlich f\u00fcnf Stunden und 65 km! Eigentlich wollte ich Barcelona schnellstm\u00f6glich durch- oder umfahren. Allerdings sah ich ein paar Fotos auf Facebook: Emmanuele aus St. Gallen, den ich von der Spanischschule in Buenos Aires kenne und Paula, die in Buenos Aires wohnt, waren grad auf St\u00e4dtereise in Barcelona. Also habe ich mich in der N\u00e4he ihres Hotels g\u00fcnstig einquartiert. Am Abend schauten wir im Openair-Kino am Strand einen Gratisfilm &#8211; es gibt also wirklich Maschinen f\u00fcr Zeitreisen! Am n\u00e4chsten Nachmittag besuchten wir das Camp Nou. Leider fand ich die Personalabteilung nicht &#8211; h\u00e4tte ja sein k\u00f6nnen, dass sie wen suchen, um die Millionen beim n\u00e4chsten Neymar-Transfer zu verstecken \ud83d\ude09 Am Abend erhielt ich dann eine private Stadtf\u00fchrung. Jos\u00e9 Luis sprang f\u00fcr seinen Sohn Oriol ein. Ein weiteres Mal, dass mir Warmshowers weiterhelfen konnte. Ich schrieb einige Mitglieder an, da ich eine Adresse f\u00fcr ein Paket brauchte. Oriol wartet zwar grad in Nordpatagonien, bis der dortige Winter vorbei ist, gab mir aber die Adresse seines Vaters, der mir am ersten Abend das Paket mit einem neuen eReader und meinen kleinen F\u00e4hnchen brachte.<\/p>\n<p>Nun wollte ich mir etwas Zeit nehmen und in k\u00fcrzeren Etappen der Costa Brava entlang nach Frankreich fahren. Am ersten Tag erreichte ich nach einer \u00fcberraschend problemlosen Stadtausfahrt Blanes, wo ich zum ersten Mal seit November (Baja California) wieder mein Zelt brauchte. Der Zeltplatz war sauteuer, m\u00e4ssig sauber und das Personal auch nicht \u00fcberw\u00e4ltigend freundlich. Nachts bildeten\u00a0sich in den Rillen der Luftmatratze kleine Seen vom schwitzen und bis ca. 04.00 war es auf der anderen Seite des Zaunes sehr laut. Willkommen in den Touristenhochburgen! Unausgeschlafen machte ich mich am n\u00e4chsten Morgen zeitig auf den Weg. Sonntagvormittag in Lloret de Mar war dann ziemlich ruhig. In einem Supermarkt kaufte ich eine detailliertere Landkarte und ein R\u00e4tselheft. Nach einer langen Pause und den Erinnerungen an letzte Nacht entschied ich mich um und wollte nun auf direktem Weg zur Grenze. Anstatt auf der K\u00fcstenstrasse hoch und runter fuhr ich also in die H\u00fcgel und f\u00fchlte mich gleich in den Bergen. Figueres lag dann aber trotzdem nur 28 m\u00fcM. Dort nahm ich mir ein Zimmer und plante auch einen Ruhe- bzw. Schreib- und Organisiertag ein.<\/p>\n<p>Weshalb in Figueres absteigen? Naja, es war halt Abend. Und weshalb nicht in Girona? Da war es halt noch nicht Abend. Das St\u00e4dtchen war recht sch\u00f6n, hatte sehr viele Unterk\u00fcnfte, allerdings ein ganz anderes, sprich ruhigeres und freundlicheres Ambiente als die K\u00fcstenorte. Als ich auf dem Stadtplan was von einem Dal\u00ed-Museum las, d\u00e4mmerte mir dann, dass das wohl sein Geburtsort war und ich Angeh\u00f6riger einer beinahe inexistenten Minderheit war, die einfach zuf\u00e4llig dort landet. Aus einem Ruhetag wurden zwei. Ich schrieb, liess neue Visitenkarten drucken und die kleinen F\u00e4hnchen der durchradelten L\u00e4nder an meine Schweizerfahne n\u00e4hen. So war ich f\u00fcr die letzten 25 km bis zur Grenze bereit.<\/p>\n<p>In Valencia hatte ich mir schon \u00fcberlegt, mit dem Zug an die franz\u00f6siche Grenze zu fahren. Zu sehr nervten mich die 1-2 Stunden t\u00e4glich, die ich unn\u00fctz nach dem Weg suchte. Dazu kamen auch ziemlich viele unfreundliche oder unh\u00f6fliche Leute. So konnte es durchaus vorkommen, dass ich auf der Frage nach einem Weg oder Supermarkt usw. \u00fcberhaupt keine Antwort erhielt. Oder auch Kassiererinnen, die mein &#8220;Guten Nachmittag&#8221; mit einem unwirschen &#8220;Willst du eine T\u00fcte?&#8221; beantworteten. Zum Gl\u00fcck gab es aber auch andere Erlebnisse. Trotzdem war es das erste Mal auf meiner Reise, dass ich froh war, ein Land verlassen zu k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alaqu\u00e0s &#8211; La Llosa (55 km) &#8211; Torreblanca (75 km) &#8211; L&#8217;Ametlla de Mar (107 km) &#8211; Vilanova i la Geltr\u00fa (107 km) &#8211; Barcelona (66 km) &#8211; Blanes (68 km) &#8211; Figueres (92 km) Der Grund, beinahe ins Zentrum &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1400\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte","p1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1400"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1412,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1400\/revisions\/1412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}