{"id":1378,"date":"2014-07-29T21:46:18","date_gmt":"2014-07-29T19:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1378"},"modified":"2014-07-29T21:46:18","modified_gmt":"2014-07-29T19:46:18","slug":"cancun-mexico-alaquas-spanien-09-07-2014-17-07-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1378","title":{"rendered":"Canc\u00fan, M\u00e9xico &#8211; Alaqu\u00e0s, Spanien (09.07.2014 &#8211; 17.07.2014)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Canc\u00fan &#8211; Rivas Vaciamadrid (Flug \/ Lieferwagen) &#8211; Mond\u00e9jar (54 km) &#8211; Carrascosa del Campo (72 km) &#8211; Cuenca (60 km) &#8211; Motilla del Palancar (66 km) &#8211; Camporrobles (59 km) &#8211; Alaqu\u00e0s (123 km)<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem ereignisarmen Flug landete ich gegen Mittag in Madrid, bzw. im Dorf Barajas. Ich schraubte mein Velo wieder zusammen und fuhr ins Dorf, um mir eine spanische Telefonnummer zuzulegen. Ich erreichte Shindo, mit dem ich mich \u00fcber warmshowers.org verabredet hatte und wir vereinbarten einen Treffpunkt\u00a0beim Flughafen. Zuerst musste ich aber nochmals abpacken und die neue Kette nochmals neu einziehen. Beim Wechsel zuvor hatte ich sie nicht richtig eingef\u00e4delt und nun konnte ich nicht mehr richtig schalten. \u00dcberrascht war ich aber eher dar\u00fcber, dass ich so \u00fcberhaupt losfahren konnte. Nach ein paar weiteren Anrufen standen wir dann auch tats\u00e4chlich vor der selben Eingangst\u00fcre. Wir luden mein Zeug in seinen VW-Bus und fuhren zu einem Einkaufszentrum, um seine Freundin Almu mitzunehmen. Dann erreichten wir ihre Wohnung, wo uns ihr Hund schon freudig erwartete. Shindo war letztes Jahr von Madrid in die T\u00fcrkei geradelt und hat w\u00e4hrend zwei Monaten gerade mal EUR 300 verbraucht! Aktuell planen sie eine Amerika-Radreise zu dritt &#8211; den Anh\u00e4nger f\u00fcr den Hund haben sie bereits gekauft. Was ihnen Sorgen bereitet, ist die wirtschaftliche Situation in Spanien mit anscheinend ca. 25% Arbeitslosigkeit. W\u00e4hrend Shindo f\u00fcr einen Fahrrad- und Komponentenhersteller arbeitet und dort allenfalls nach der Reise wieder einsteigen kann, d\u00fcrfte es f\u00fcr Almu als Erzieherin in einer Kindertagesst\u00e4tte schwieriger werden. So verging der Rest des Abends sehr schnell und trotz sieben Stunden Zeitunterschied war ich ziemlich m\u00fcde.<\/p>\n<p>Den Jetlag bemerkte ich dann erst am n\u00e4chsten Tag. Ich stand zwar am Morgen noch auf und verabschiedete Shindo und Almu zur Arbeit, danach legte ich mich aber nochmals hin und erwachte erst um 14.00 wieder! Ich machte einen kurzen Spaziergang durch die Nachbarschaft (Caf\u00e9, Supermarkt und Elektrogesch\u00e4ft f\u00fcr ein passendes Computerkabel), kam zur Wohnanlage zur\u00fcck und \u00fcberlegte: Welches der H\u00e4user war denn nun das richtige&#8230; Den Abend verbrachten wir bei Decathlon, einem Sport- und Outdoorgesch\u00e4ft. Neben Radlerhosen, Handschuhen, neuen Lampen und einem Lenkerband brauchte ich nach dem Flug auch noch einen neuen Helm. Zum Znacht schoben wir eine selbstgemachte Pizza in den Ofen. Kurz entschlossen blieb ich einen Tag l\u00e4nger. Ich brauchte einen Schreibtag und auch die K\u00fcche wollte ich mal wieder f\u00fcr ein paar Kekse nutzen. Abends fuhren wir f\u00fcr einen Stadtbummel und ein letztes gemeinsames Abendessen nach Madrid.<\/p>\n<p>Dann war es endlich wieder Zeit, in die Pedalen zu treten. Nachdem ich den tollen Empfang geniessen konnte, lockte mich das heisse, trockene Wetter nach draussen. Vor der Abfahrt stellte Shindo mein Fahrrad nochmals richtig ein und am fr\u00fchen Nachmittag ging&#8217;s dann los. Eigentlich wollte ich auf direktem Wege nach Barcelona. Shindo empfahl mir aber, \u00fcber Cuenca zu fahren. Also machte ich mich auf den Weg durch die Bergd\u00f6rfer. Das war gar nicht so einfach. Erst fuhr ich gleich mal einen 10 km-Umweg, um ein ca. 1 km langes Autobahnst\u00fcck zu \u00a0umfahren. Danach fiel es mir schwer, mich mit der Strassenbeschilderung anzufreunden, da diese anscheinend wahllos mal entferntere Orte, dann wieder kleiner K\u00e4ffer in der N\u00e4he anzeigte. Schliesslich wollte ich in einem Tankstellen-Shop eine detailliertere Karte kaufen, die sie allerdings nicht im Sortiment f\u00fchrten. Daf\u00fcr zeichnete mir einer der Angestellten einen Wegbeschrieb f\u00fcr die n\u00e4chsten ca. 50 km. Ein anderer hatte aber noch viel &#8220;bessere&#8221; Alternativen. Wegen Autobahnabschnitten oder zu grossen Umwegen wurden diese nach und nach verworfen, sodass er mir nach einer guten Stunde empfahl, den von mir bereits vorher notierten Ortschaften zu folgen! So landete ich abends in Mond\u00e9jar. Das Trinkgeld beim Znacht strich ich &#8211; unaufmerksam, langsam und nicht sehr freundlich. Vor dem schlafengehen musste ich meinen mexikanischen Freunden noch schreiben, dass ich jetzt ca. 50 km s\u00fcdlich von Guadalajara \u00fcbernachte, diesmal aber im viel kleineren spanischen Original.<\/p>\n<p>Diesmal stimmte die Empfehlung f\u00fcr eine Alternativstrecke. Allerdings verpasste ich eine Abzweigung und fuhr dann doch Richtung Autostrasse, wo es aber eine Servicestrasse gebe. \u00dcberrascht wurde ich an diesem Sonntag aber vor allem dadurch, dass in den meisten D\u00f6rfern wirklich alles geschlossen war, neben den L\u00e4den auch Tankstellen und Restaurants. So musste ich tats\u00e4chlich zum ersten Mal mein Gep\u00e4ck nach den Tropfen durchw\u00fchlen, um das Brunennwasser trinkbar zu machen. Gegen Abend erreichte ich dann aber doch noch einen etwas gr\u00f6sseren Ort, der auch ein paar Zimmer und einen ge\u00f6ffneten Tankstellen-Shop anzubieten hatte.<\/p>\n<p>Weiter ging&#8217;s nach Cuenca. Die Stadt ist in einen H\u00fcgel gebaut. Dabei ist besonders die Ansicht \u00fcber die Schlucht mit den Geb\u00e4uden am Abhang beeindruckend. Auf die \u00d6ffnung der Touri-Info wartend musste ich die steile Rampe nat\u00fcrlich auch noch hochtreten, mit Sicherheit die steilste Stelle meiner gesamten bisherigen Tour! Unterschlupf fand ich diesmal in einer Pension, wo mich das \u00e4ltere Paar alle paar Minuten fragte, ob ich denn mit Auto oder Motorrad unterwegs sei &#8211; obschon mein Velo da bereits in der Pension im Gang stand.<\/p>\n<p>Cuenca verliess ich dann wieder erst sehr sp\u00e4t. Ich versuchte erst noch, online Visitenkarten zu bestellen. Allerdings nervten mich die Versandgeb\u00fchren von bis zu 500% des Warenwertes (EUR 6 und EUR 30) und so liess ich es am Schluss bleiben. Auch war ich mir nicht sicher, ob ich durch die Berge oder nach Valencia und am Meer entlang fahren sollte. Schliesslich entschied ich mich f\u00fcr zweiteres, da ich mich noch nicht so richtig fit und wohl f\u00fchlte, um durch abgeschiedenes Bergland zu fahren. Auch Richtung Valencia ging es erst mal ein St\u00fcck bergauf durch wohlriechende Nadelw\u00e4der. Zur St\u00e4rkung g\u00f6nnte ich mir bei einer Pause ein weisses Schoggifondue nach spanischer Art &#8211; sprich, die doofe Schokolade war geschmolzen! Zum Gl\u00fcck hatte ich aber auch Brot dabei und so schmeckte es ganz gut.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wollte ich auf den Zeltplatz bei Villargordo, auf dem ich eigentlich bereits am Abend zuvor h\u00e4tte eintreffen wollen. Unterwegs hielt aber ein Auto: Kevin aus New York und Sonia, die in der Gegend aufgewachsen war. Sie seien im letzten Jahr den Apalachenweg (ca. 3&#8217;500 km) gewandert. Wir plauderten eine Weile am Strassenrand und verabredeten uns f\u00fcr sp\u00e4ter in Camporrobles, das von meinem eigentlichen Ziel nochmals 15 km entfernt war &#8211; ihre Mutter h\u00e4tte dort eine Pension. Vorher trafen wir aber nochmals aufeinander. Die beiden hatten eine l\u00e4ngere Pause mit schwimmen in einem eiskalten Fluss gemacht, w\u00e4hrend ich mich mit ein paar Fotos begn\u00fcgte. Landschaftlich gefiel mir die Gegend schon seit Madrid. Nach Sonnenblumenfeldern und Nadelw\u00e4ldern fuhr ich nun eher durch Rebberge. Am Abend traf ich dann in Camporrobles ein und fand auch die Adresse problemlos. Die Mutter wies mich dann zweimal darauf hin, dass sie normalerweise EUR 5 mehr verlange, ihre Tochter aber anscheinend den Tarif der Niedersaison gewollt h\u00e4tte &#8211; danke Sonia \ud83d\ude09 Daf\u00fcr blockierte der Riegel der Zimmert\u00fcre, sodass ich die Abdeckung abnehmen und das Schloss auseinanderschrauben musste. Zum Gl\u00fcck hatte ich ein Taschenmesser dabei!<\/p>\n<p>Ich fr\u00fchst\u00fcckte mit Sonia &#8211; Kevin k\u00e4mpfte mit einem steifen Hals. Nun war es auch nicht mehr weit nach Valencia, bzw. nach Torrente, wo ich f\u00fcr einen neuen Sattel nochmals bei Decathlon vorbei wollte. Ich kam eigentlich ganz ordentlich voran, hatte sp\u00e4ter dann etwas mit dem Wind zu k\u00e4mpfen. Nach Requena stand ich dann pl\u00f6tzlich in der Autobahnauffahrt. Nach einigem Hin und Her fand ich aber die Einfahr in die Servicestrasse. Bl\u00f6der war es in Chiva. Ich folgte den weissen Wegweisern (Landstrasse) und stand kurz darauf wieder vor der Autobahn: Alternative ca. 10 km Umweg! Dazu nervten mich auch noch unfreundliche und zum Teil auch unh\u00f6fliche Leute, die Fragen nach dem Weg teilweise nicht mal beantworteten. Trotzdem kam ich kurz vor 22.00 in Torrente an. Ich sass in ein asiatisches Restaurant mit Buffett und WIFI und suchte w\u00e4hrend dem Nachtessen eine Unterkunft. Tats\u00e4chlich gab es in diesem Vorort Valencias gar nichts, weshalb ich ca. 7 km weiter ein Zimmer buchte. Der Weg dorthin erwies sich als nicht ganz einfach zu finden. H\u00f6hepunkt war dann aber der Burgerking. Ich wollte nach dem Weg fragen oder das WIFI zur Suche nutzen. Allerdings wollten sie grad schliessen, also fragte ich nach dem Hotel Alaqu\u00e0s. Das sei in Alaqu\u00e0s. Wow, da hat aber eine ihre grauen Zellen ganz sch\u00f6n strapaziert! Ob sie denn vielleicht auch wisse, wo Alaqu\u00e0s sei. Also eigentlich m\u00fcsse ich nach rechts, das sei aber Autostrasse. Also zur\u00fcck und nach ein paar 100m nach links. Dort fragte ich nochmals und wurde zur\u00fcck zum Kreisel geschickt, dort aber geradeaus. Der Strasse folgend fuhr ich ohne weitere Abzweigung direkt vor das Hotel. Nachts um 00.30 (wohl absichtlich) in die falsche Richtung geschickt &#8211; das ist mir echt noch nie passiert! Daf\u00fcr wurde ich dann nachts um 01.00 im Hotel herzlich willkommen geheissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Canc\u00fan &#8211; Rivas Vaciamadrid (Flug \/ Lieferwagen) &#8211; Mond\u00e9jar (54 km) &#8211; Carrascosa del Campo (72 km) &#8211; Cuenca (60 km) &#8211; Motilla del Palancar (66 km) &#8211; Camporrobles (59 km) &#8211; Alaqu\u00e0s (123 km) Nach einem ereignisarmen Flug landete &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1378\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte","p1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1378"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1399,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1378\/revisions\/1399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}