{"id":1065,"date":"2014-01-22T01:09:16","date_gmt":"2014-01-22T00:09:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1065"},"modified":"2014-01-22T01:11:48","modified_gmt":"2014-01-22T00:11:48","slug":"guadalajara-mexico-puerto-jimenez-costa-rica-25-12-2013-31-12-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1065","title":{"rendered":"Guadalajara, M\u00e9xico &#8211; Puerto Jimenez, Costa Rica (25.12.2013 &#8211; 31.12.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Guadalajara &#8211; M\u00e9xico D.F. &#8211; Alajuelita &#8211; R\u00edo Blanco &#8211; Puerto Jimenez<\/strong><\/p>\n<p>Nach der kurzen Weihnachtsnacht brachte mich Ger\u00f3nimo (nein, nicht der Apachenh\u00e4uptling) mit seinem Taxi zum Flughafen. In M\u00e9xico angekommen, fragte ich einen Taxifahrer nach dem Preis. Er wollte 100 Pesos, ging dann auf 80 runter. Da ich in Guadalajara in der Regel nur ca. MXN 50 bezahlt hatte, beschloss ich, den knappen Kilometer zum Hostel zu Fuss zu gehen. Sp\u00e4ter erfuhr ich dann, dass das Hostel auf seiner Homepage die Taxikosten mit ca. MXN 120 angab &#8211; war wohl doch kein so grosser Gauner \ud83d\ude09 Das Hostel war sehr famili\u00e4r und ich wurde als erstes zum Weihnachtsreste-Essen eingeladen. Die Nacht war ziemlich kalt. Die \u00e4ltere Besitzerin sass schlotternd in eine Decke eingewickelt und auch das Feuer im Kamin brannte &#8211; wobei ich als einziger auf die Idee kam, mich direkt vor das w\u00e4rmende Feuer zu setzen. Ansonsten war der Umgang mit der K\u00e4lte, wie ich es bereits in S\u00fcdamerika erlebt hatte: Gejammer, aber T\u00fcren und Fenster offen. Nicht dass die d\u00fcnnen Dinger in den unisolierten H\u00e4usern viel n\u00fctzen w\u00fcrden. Aber besser als direkt die kalte Zugluft w\u00e4re das wohl doch \ud83d\ude09 Ich sass trotzdem noch ziemlich lange mit den Leuten zusammen und ging dann eher sp\u00e4t ins Bett.<\/p>\n<p>Am Morgen musste ich bereits um 05.00 wieder am Flughafen sein. Dort stellte ich dann fest, dass die Boarding-Zeit von 05:35 auf 04:25 ge\u00e4ndert wurde &#8211; nat\u00fcrlich ohne Benachrichtigung &#8211; und der Flug bereits geschlossen war. So musste ich auf den n\u00e4chsten Tag umbuchen. Immerhin war das dann gratis. Ich setzte mich also ins n\u00e4chste Caf\u00e9 zum Fr\u00fchst\u00fcck und um ein Zimmer f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht zu suchen &#8211; im Hostel fand ich es etwas gar kalt. Schliesslich fand ich was am anderen Ende des Flughafens und checkte ein. Dann fand ich dummerweise in meinem Rucksack ein P\u00e4ckchen Kaugummis. Eine Geschichte, die mit einem abgebrochenen Zahn endete. Immerhin hatte der Zahnarzt bei der Wurzelbehandlung damals ganze Arbeit geleistet, sodass ich zumindest keine Zahnschmerzen hatte. Nach diesem Missgeschick machte ich mich dann auf den Weg ins Stadtzentrum. Wenn ich schon l\u00e4nger bleiben musste, wollte ich den Tag nutzen, um das Nationalmuseum zu besuchen. Nach einer langen Busfahrt und einer ausf\u00fchrlichen Wanderung stand ich dann am Eingang. Das Museum ist sehr interessant und die vielen auch sehr verschiedenen Ausstellungsst\u00fccke lassen erahnen, welch unterschiedliche V\u00f6lker das Land einst bev\u00f6lkert und ihre Andenken hinterlassen hatten. Vermutlich h\u00e4tte ich auch mehrere Tage dort verbringen k\u00f6nnen. Ich beschr\u00e4nkte mich dann aber bei der Beschreibung der Ruinen und Tempelanlagen auf einen k\u00fcrzeren Blick &#8211; schliesslich m\u00f6chte ich die auf meiner weiteren Reise ja noch besuchen. Zur\u00fcck zum Hotel nahm ich dann die U-Bahn. Dass ich in einem Zug wegen einer Bodenwelle abhob (!), war mir auch noch nie passiert \ud83d\ude09 Neben dem Hotel gab es genau ein Restaurant &#8211; exakt ein Jahr nachdem ich in Buenos Aires losgefahren war, fand ich ein argentinisches Lokal ziemlich passend.<\/p>\n<p>Um 05.00 war ich dann wieder am Flughafen und diesmal war mein Flieger noch nicht weg &#8211; juhuiii! So landete ich am Vormittag auf dem internationalen Flughafen Alajuela in Costa Rica. Im einzigen Flughafenrestaurant richtete ich mich auf ein paar Stunden Wartezeit ein. Diese vergingen passenderweise wie im Flug und als ich den Guadalajara-Beitrag fertig geschrieben hatte, war es auch schon Zeit, wieder in den Ankunftsbereich zu gehen, wo ich auf Papi wartete. Kurz darauf kam er auch schon durch die Zollkontrolle &#8211; toll, nach \u00fcber einem Jahr mal wieder jemanden von der Familie zu sehen =D Wir meldeten uns dann auch gleich beim Alamo-Schalter nebenan, um unser Auto abzuholen. Mit dem Shuttlebus wurden wir zur Ausgabestelle gebracht, wo uns gleich mal eine b\u00f6se \u00dcberraschung erwartete. Nachdem wir ohnehin nur noch einen grossen Pickup als Allradfahrzeug reservieren konnten, stellte sich heraus, dass wir zum offerierten Preis nicht mal vom Parkplatz h\u00e4tten fahren k\u00f6nnen &#8211; nicht mal die Grundversicherung sollte inbegriffen sein. Als Kr\u00f6nung war es nicht mal m\u00f6glich den Preis in den vereinbarten Dollar von der Kreditkarte abbuchen zu lassen und die Umrechnung in die Costaricanischen Colones erfolgte zu einem Kurs von 520 statt den \u00fcblichen 500! Schliesslich konnten wir dann doch noch einen kleinen Nachlass aushandeln. Trotzdem war&#8217;s viel teurer als erwartet \ud83d\ude41 Wir wollten uns die Laune aber nat\u00fcrlich nicht verderben lassen und so fuhren wir dann zwar \u00fcber die Halsabschneider schimpfend aber doch voller Vorfreude los. Nachdem wir in einem Supermarkt eine SIM-Karte erstanden hatten, erfuhren wir, dass dei Peque\u00f1a Helvecia f\u00fcr diese Nacht keinen Platz mehr hatte. Also suchten wir uns zur Lagebesprechung ein Restaurant mit WIFI. Schliesslich beschlossen wir, erst auf die s\u00fcdwestliche Pen\u00ednsula Osa zu fahren. F\u00fcr die erste Nacht fanden wir ein Hotel, das eine sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber die Stadt versprach. Wir fragten im Restaurant nach dem Weg &#8211; mit dem Ergebnis, dass uns Kevin vom Restaurant anbot, voranzufahren. Sehr unwahrscheinlich, dass wir das sonst gefunden h\u00e4tten. Sogar unser F\u00fchrer musste unterwegs zweimal im Hotel anrufen! Nach der versp\u00e4teten Weihnachtsbescherung (Lebkuchenherz, Fotos und Briefchen meiner G\u00f6ttikinder &#8211; Schokolade &#8211; Medikamente &#8211; Veloersatzteile) g\u00f6nnten wir uns noch einen Schlummertrunk mit Sicht auf das Lichtermeer von San Jos\u00e9.<\/p>\n<p>Am Morgen musste ich erst mal meine neuen Habseligkeiten verpacken. Dabei fiel mir ein Fl\u00e4schchen auf den Boden und zerbrach. Und das ausgerechnet bei dem Zeugs, auf das ich schon viele Monate gewartet hatte &#8211; super Leistung :-\/ Immerhin hatte ich drei davon bestellt. Vom Hotel wieder zur\u00fcck auf die Ruta 2 nach S\u00fcden zu kommen, erwies sich dann als auch nicht so einfach. Schliesslich fand ich auf der R\u00fcckseite der Strassenkarte auch einen Ausschnitt mit der Stadtumgebung. Auf der Fahrt durch das bergige Landesinnere hielten wir an einer Lodge mit Aussichtspunkt. Dort sollen manchmal auch Quetzales gesichtet werden. Wir mussten uns mit Kolibris und einer sch\u00f6nen Aussicht begn\u00fcgen. Dann ging es weiter und auf einer unscheinbaren Kuppe \u00fcberquerten wir am Cerro de la Muerte den anscheinend h\u00f6chsten Punkt der Panamericana auf ca. 3&#8217;300 m\u00fcM, wobei die Panamericana hier aus einer eher engen einspurigen Strecke besteht, \u00fcber die sich auch Lastwagen mit teilweise 10-20 km\/h qu\u00e4len! Nach der Abfahrt dunkelte es bereits und wir wollten noch vor der Fahrt auf die Halbinsel \u00fcbernachten. In R\u00edo Blanco wurden wir schliesslich f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Nun sollte es also nach Puerto Jimenez gehen, den Ort, an dem ich vor \u00fcber drei Jahren mal zwei Wochen verbrachte. Ich war dann etwas negativ von der Entwicklung in den letzten Jahren \u00fcberrascht. Konnte ich mich an keine einzige Unterkunft erinnern, buhlen mittlerweile bestimmt \u00fcber 10 Cabinas um G\u00e4ste. Immerhin fanden wir dann schnell eine Unterkunft. Auf dem Weg zum Strand machten wir einen Umweg vorbei am Haus, wo ich meine Freunde anno dazumal besucht hatte. Diesmal sah ich aber keine Affen oder Tukane auf der anderen Strassenseite. Die Tiere haben sich in der Hauptsaison wohl tiefer in die W\u00e4lder zur\u00fcckgezogen \ud83d\ude41 Im Strandrestaurant genossen wir dann bei zwar zu lauter Musik aber doch die Atmosph\u00e4re. Am sp\u00e4ten Nachmittag fuhren wir zu den Traumstr\u00e4nden Playa Preciosa und Playa Perla Osa, wo wir in ca. 27\u00b0C-warmem Wasser in den Wellen planschten.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag besuchten wir eine \u00f6sterreichisch-costaricanische Farm, wo m\u00f6glichst nachhaltig diverse Fr\u00fcchte sowie Kakao und Kaffee angebaut werden. Lustig fanden wir auch die &#8220;Schminkbeeren&#8221; \ud83d\ude09 Neben vielen Informationen \u00fcber die Pflanzen genossen wir nat\u00fcrlich vor allem die Degustation. Dabei waren vor allem die frischen, saftigen und s\u00fcssen Fr\u00fcchte ein Genuss. Die Schokolade war f\u00fcr unseren Geschmack etwas zu bitter. Zur\u00fcck in Puerto Jimenez mussten wir dann vom Reisef\u00fchrer erfahren, dass der sch\u00f6ne Nationalpark Corcovado (bzw. die Station Sirena) f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage voll sei. Mao, den ich damals besucht hatte, war zwar selber auch auf einer Tour unterwegs, konnte uns aber aus der Ferne eine Kollegin organisieren, die uns am anderen Morgen vor der Arbeit im Hotel in der N\u00e4he Matapalo zeigen sollte.<\/p>\n<p>Um 07.00 trafen wir Arlette vor dem Supermarkt. \u00dcber eine Schotter- und Erdstrasse fuhren wir Richtung Matapalo. Gemeinsam wanderten wir ein kurzes St\u00fcck zu einem Wasserfall und auf dem Weg dorthin sahen wir auch die ersten Affen \ud83d\ude42 Dann war es auch schon Zeit, Arlette bei ihrem Arbeitsort abzuladen. Sie arbeitet in einer teuren Lodge als F\u00fchrerin im hoteleigenen (!) nationalpark\u00e4hnlichen Wald. Wir folgten noch einem anderen Weg &#8211; der uns wieder zum Wasserfall f\u00fchrte. Nach einer St\u00e4rkung in einem Restaurant beinahe mitten im Nirgendwo fuhren wir zum Zugang zum zweiten Wasserfall. Dort mussten wir aber nach wenigen Metern umkehren, da nur ich die Sandalen f\u00fcr das Wasserwaten dabei hatte. Als Alternative fuhren wir die Schotterstrasse noch ein rechtes St\u00fcck weiter Richtung Nationalparkeingang. Kurz nach der \u00dcberquerung des Flusses, den ich aus der damals abklingenden Regenzeit noch mit wesentlich mehr Wasser in Erinnerung hatte, kehrten wir dann wieder um. Bevor es dunkelte st\u00fcrzten wir uns bei den bereits bekannten Str\u00e4nden nochmals in die Wogen. Dann suchten wir uns ein Lokal f\u00fcr unser Silvesteressen und im Gegensatz zu Silvester 2012 gab es diesmal keine Mahlzeit aus Schokolade, Chips und Cola \ud83d\ude09 In einer Bar liessen wir dann das Jahr bei einem Drink ausklingen &#8211; f\u00fcr mich das erste, ohne einmal zu hause gewesen zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guadalajara &#8211; M\u00e9xico D.F. &#8211; Alajuelita &#8211; R\u00edo Blanco &#8211; Puerto Jimenez Nach der kurzen Weihnachtsnacht brachte mich Ger\u00f3nimo (nein, nicht der Apachenh\u00e4uptling) mit seinem Taxi zum Flughafen. In M\u00e9xico angekommen, fragte ich einen Taxifahrer nach dem Preis. 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