{"id":1015,"date":"2013-11-24T22:28:40","date_gmt":"2013-11-24T21:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1015"},"modified":"2013-11-24T22:28:40","modified_gmt":"2013-11-24T21:28:40","slug":"mulege-la-paz-02-11-2013-11-11-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1015","title":{"rendered":"Muleg\u00e9 &#8211; La Paz (02.11.2013 &#8211; 11.11.2013)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Muleg\u00e9 &#8211; Playa Santispac (19 km) &#8211; Playa El Coyote (8 km) &#8211; Loreto (110 km) &#8211; Ciudad Insurgentes (121 km) &#8211; Las Pocitas (125 km) &#8211; La Paz (115 km)<\/strong><\/p>\n<p>Nun folgten zwei kurze Radtage. Wir wollten die sch\u00f6nen Str\u00e4nde der Bah\u00eda Concepci\u00f3n etwas geniessen. Gleich nach Muleg\u00e9 kauften wir nochmals ein, dann machten wir uns auf die knappe Stunde Fahrt zum ersten (Privat-) Strand. Dort liessen wir uns f\u00fcr eine Nacht zum zelten nieder. Der Strand schien aus Muschelteilchen und kleinen Steinchen zu bestehen, war also etwas grober als beispielsweise die Sandstr\u00e4nde auf der Pazifikseite. Von Gef\u00e4lle konnte schon fast keine Rede mehr sein. Ich wollte die kleine Bucht durchschwimmen, konnte bei Ebbe aber beinahe r\u00fcberwaten. Der kleine Strand ist offensichtlich auch bei nordamerikanischen Langzeitreisenden oder Auswanderern sehr beliebt. So konnte ich im Verlauf des Tages einige nette Plaudereien f\u00fchren.<\/p>\n<p>Am Morgen holte uns die Sonne schon wieder sehr fr\u00fch aus dem Zelt &#8211; es wurde einfach zu heiss. Unser n\u00e4chstes Ziel hiess eigentlich Playa El Burro, dieser Strand gefiel uns aber nicht besonders. Also noch um die n\u00e4chste Ecke und schon ist die Playa El Coyote erreicht. Hier verbrachten wir den Tag haups\u00e4chlich lesend, ich versuchte auch noch, ein bisschen zu schlafen. Am Abend spazierten wir zum nahen Restaurant, wo es zum Pouletbr\u00fcstli sogar echt gute Pommes frites gab &#8211; in ganz Amerika eine Seltenheit!<\/p>\n<p>Nun trennten wir uns f\u00fcr einen Tag. Georgie und Mohsen wollte noch einen weiteren Tag an der Playa Reques\u00f3n verbringen, w\u00e4hrend es mir nach zwei Tagen \u00fcberhaupt nichts tun langweilig wurde. Daf\u00fcr wollte ich in Loreto einen Ruhetag einlegen, sodass wir uns am n\u00e4chsten Abend wieder treffen konnten. Ich packte also mein Zelt zusammen, auch wenn es innen noch etwas feucht war &#8211; nachts um 02.00 gab mein Tacho immerhin noch 27\u00b0C im Zelt an! Heute hatte ich von Beginn an mit Gegen- oder zumindest Seitenwind zu k\u00e4mpfen, dazu ging es immer auf und ab. Trotzdem erreichte ich bereits am Nachmittag Loreto. Ich ging in die Touri-Info, um nach allf\u00e4lligen Unterk\u00fcnften &#8211; und nach Gabinos Gebrauchtwarenladen &#8211; zu fragen. Mart\u00edn zeigte mir den Weg zu Gabino und bot mir unterwegs an, ich k\u00f6nne auch gerne bei ihm \u00fcbernachten. Gabino war unterwegs, seine Angestellte aber instruiert, dass Radler im Laden \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Nach dem freundlichen Angebot von Mart\u00edn bevorzugte ich nat\u00fcrlich dieses. Abends probierten wir uns dann noch durch die Speisekarte von Superburro (oder so \u00e4hnlich).<\/p>\n<p>Am Morgen machte sich Mart\u00edn dann wieder auf ins B\u00fcro, w\u00e4hrend ich mich in ein Caf\u00e9 setzte, fr\u00fchst\u00fcckte und las. Danach ging auch ich zur vereinbarten Plauderrunde in die Touri-Info. Mart\u00edn machte mit mir dann noch einen Abstecher zu einer N\u00e4herei, damit meine Schweizerfahne endlich befestigt werden konnte. Ich wollte dann grad mit schreiben beginnen, als Georgie und Mohsen auch schon auftauchten. Wir machten uns dann auf die Suche nach einem Platz f\u00fcr die Nacht. Don hatten wir in Muleg\u00e9 kennengelernt und er lud uns ein, in Loreto bei ihm vorbeizuschauen. Leider war er an diesem Tag aber nicht zu hause. Danach versuchten wir es bei mehreren Zeltpl\u00e4tzen, die entweder nicht mehr existierten oder \u00fcberschwemmt waren. So landeten wir schliesslich in einem sehr grossen Zimmer mit drei Doppelbetten &#8211; und einer Dusche, die elektrische Schl\u00e4ge verteilte \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nach den Strandtagen bereiteten wir uns bereits mental auf die \u00dcberquerung der Sierra de la Giganta vor. Es begann mit ein bisschen auf und ab am Meer entlang und bei km 8&#8217;999 verlor ich auf einer kurzen aber rasanten Abfahrt meine Fresca-Flasche. So musste ich km 9&#8217;000 meiner Tour dann halt mit Wasser begiessen. Da ich auch noch eine Wasserflasche verloren hatte, war ich froh, dass wir vor der grossen Steigung nochmals an einem Laden vorbeikamen. Vor der Weiterfahrt packte ich aber meine Tasche nochmals etwas um &#8211; man lernt ja schliesslich. Danach knickte die Strasse vom Meer weg und wir pedalten bei m\u00e4ssigem Verkehr bergan. Bereits nach kurzer Zeit kamen wir an eine einspurige Baustelle mit langer Kolonne. Ich versuchte, trotzdem durchzufahren, der Verkehrsregler ermunterte uns. Als wir um die n\u00e4chste Kurve kamen, wussten wir, weshalb die Kolonne so weit zur\u00fcckreichte und auch keine Fahrzeuge entgegenkamen: ein Lastwagen hatte im Baustellenbereich anscheinend einen durch Bremsversagen verursachten Unfall und blockierte zusammen mit den nun st\u00fctzenden Baumaschinen die gesamte Fahrbahn. Tja, w\u00e4hrend man in der Schweiz fleissig Fahrzeugservice, Abgastest usw. machen und das dann auch noch bei der MFK kontrollieren l\u00e4sst, setzt man hier eher auf Stossgebete und so d\u00fcrften in lateinamerikanischen Garagen und Werkst\u00e4tten Heiligenbilder, Rosenkr\u00e4nze, Kreuze usw. in der Verkaufshitparade noch weit vor Reifen, Bremsen oder sonst was kommen \ud83d\ude09 Jedenfalls war dem Fahrer gl\u00fccklicherweise nichts passiert und es standen auch gen\u00fcgend Arbeiter rum, die uns helfen konnten, die Fahrr\u00e4der halb \u00fcber die und halb neben der Maschine durch zu tragen. Auf der anderen Seite waren die Wartenden nat\u00fcrlich ganz gespannt auf Neuigkeiten. Wir genossen danach die lange Sperre und fuhren ohne Verkehr weiter in die Sierra. Am Mittag hatten wir unser Tagesziel eigentlich erreicht &#8211; wir wollten bei einem der wenigen Restaurants unterwegs zelten. Ich f\u00fchlte mich aber noch recht gut und auch die anderen beiden wollten noch etwas weiterfahren. Bei der zweiten Loncher\u00eda erz\u00e4hlte man uns, in ca. 20 km h\u00e4tte es einen kleinen Markt. Der kam zwar nie, daf\u00fcr hatten wir nach 10 km den h\u00f6chsten Punkt erreicht und so konnten wir bei ca. 1% Gef\u00e4lle mit angenehmem R\u00fcckenwind dahind\u00fcsen. Schliesslich erreichten wir Ciudad Insurgentes, wo wir uns ein Zimmer nahmen und essen gingen. Auf dieser Etappe zeigte sich die Baja California sehr abwechslungsreich. Wir starteten entlang von Meer und Str\u00e4nden, fuhren dann ins Gebirge, durch ein langes Tal und schliesslich durch eine weite Ebene ohne Berge am Horizont.<\/p>\n<p>Am Vorabend hatte zum Schluss der Wind gedreht, sodass er von Norden kam. Da wir uns nun auf eine schnurgerade, 70 km lange Strasse machten, w\u00fcnschten wir uns diesen Wind wieder. Leider kam er den ganzen Tag von allen m\u00f6glichen Seiten. Kurz nach Ciudad Constituci\u00f3n wartete ich auf die beiden. Als ich wieder losfuhr, sah ich eine der Wasserflaschen wackeln. Also hielt ich nochmals an. Ich war bereits am festzurren, als Mohsen hinter mir eine Vollbremsung vollzog, worauf Georgie in seinem Windschatten nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte und ihm hinten auffuhr. Vielleicht w\u00e4re es doch besser, bei Konzentrationsproblemen nur im Stillstand am MP3-Player rumzuhantieren! In Las Pocitas empfahl der Blog, dem Georgie und Mohsen folgten, bei der Polizei oder der Kirche nach zufragen. Wir erreichten das Dorf, als es bereits dunkelte. Nat\u00fcrlich hatte auch die Messe gerade eben begonnen, sodass wir noch nicht fragen konnten. Danach durften wir unsere Zelte aber vor der Kirche unter einem Dach aufstellen. Auf dem R\u00fcckweg vom Abendessen wollte ich bei einem Privathaus mit entsprechendem Schild noch etwas K\u00e4se f\u00fcr das n\u00e4chste Mittagessen kaufen. Da sie nur ganze Laiber verkauften, schenkte sie mir einfach einen ordentlichen Mocken \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Am letzten Tag auf der MEX1 fuhren Georgie und Mohsen fr\u00fcher los als ich. Sie waren fr\u00fcher als vereinbart aufgewacht und ich war in der Regel sowieso schneller unterwegs. Als ich mich aufmachte, hatte ich dann aber gleich mit starkem Wind und ordentlichen Steigungen zu k\u00e4mpfen. Als ich die beiden eingeholt hatte, warteten sie schon lange. Sie machten die ersten zwei Stunden gut Fahrt und wurden erst dann vom Wind eingeholt. Nach einer Stunde im Gegenwind hatten sie dann aber bereits genug und beschlossen, es das letzte St\u00fcck per Anhalter zu versuchen. Das verstand ich einerseits, andererseits kam es f\u00fcr mich aber nicht in Frage. Im Gegensatz zu ihnen war ich die ganze Baja California selbst geradelt. \u00a0Ich musste dann halt meinen K\u00e4se alleine essen &#8211; und da haben die zwei wirklich was verpasst \ud83d\ude42 Nach 77 km erreichte ich mit den letzten Wassertropfen endlich das langersehnte Restaurant. Nach einer Pause machte ich mich auf die letzten km. Es ging jetzt haupts\u00e4chlich bergab und als ich das Meer erreichte und nach S\u00fcden abbog, hatte ich sogar mal f\u00fcr ein Weilchen einen starken R\u00fcckenwind. Die letzte Stunde war aber eine einzige Freude. Wieder ein grosser Haken, der neben eine Strecke gesetzt werden kann \ud83d\ude42<\/p>\n<p>In La Paz angekommen, musste ich mich noch nach einer Unterkunft umschauen. Die Touri-Info war nur am Morgen offen und das im Bikebuch empfohlene Lorimar schien mir den Preis nicht wert. So setzte ich mich ins Applebee&#8217;s, ass ein St\u00fcck Kuchen und versuchte mein Gl\u00fcck per Internet. Schliesslich fand ich dann ein Zimmer in Malec\u00f3n-N\u00e4he.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muleg\u00e9 &#8211; Playa Santispac (19 km) &#8211; Playa El Coyote (8 km) &#8211; Loreto (110 km) &#8211; Ciudad Insurgentes (121 km) &#8211; Las Pocitas (125 km) &#8211; La Paz (115 km) Nun folgten zwei kurze Radtage. Wir wollten die sch\u00f6nen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/?p=1015\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte","p1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1015"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1015\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1028,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1015\/revisions\/1028"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ciclopanamericana.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}